Aktuelles


Kontaktloser Spaziergang in der Bottroper City im Corona-Lockdown März 2020

 

Mit Lockdown weiß ich noch nicht viel anzufangen, befolge aber gehorsam die Vorgaben und wage mit verhaltenen Schritten und großem Abstand den erlaubten Einzelspaziergang, wenigstens in die nahe Umgebung und an frischer Luft. Die selbst genähte Maske muss erprobt werden, soll sich im Einsatz bewähren. Ein Fremdkörper im Gesicht. Sie erschwert das Atmen, zieht sich um Mund und Nase zusammen, wenn ich zu heftig Luft hole. Es ist sehr ungewohnt, lässt meine Gedanken an Luftnot und Ersticken blühen und an Überlebenskampf in den Kliniken denken.

 

Der nahe Stadtgarten lockt in zauberhafte Natur, und nie langweilig wird es mir rund um das Rathaus. Heute badet es in der Sonne. Freundlich und traurig zugleich empfängt mich der über 100 Jahre alte Ziegelbau mit dem stolzen Dreistufen-Turm. Keine Leute auf dem Rathausplatz, kein Kind spielt auf dem trockengelegten modernen Brunnen, kein Besucher strebt dem Verwaltungsgebäude entgegen, kein Gast betritt die Rathausschenke. Eine Stadt ohne Einwohner, wie ausgestorben; einsam, beängstigend still und unheimlich erscheint sie mir.

 

Am Giebel des Rathauses zieht mich erneut die Gedenktafel in ihren Bann. Ein gelungenes Mahnmal gegen die Hitlerdiktatur, eine fast zu übersehende Reliefplatte aus Bronze. Nicht größer als ein Wahlplakat ist sie an der Außenwand in Augenhöhe zu betrachten. Das Kunstwerk verschwimmt farblich in den nachgedunkelten Klinkern des Gebäudes, drängt sich nicht in den Vordergrund. "Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg – Zum Gedenken an den Widerstand in Bottrop – 1933–1945" ist darauf eingemeißelt. Anfang Februar hatte unser Oberbürgermeister Blumen an der Tafel abgelegt, frische weiße Blumen, direkt nach unserer Demonstration, zum Gedenken an die Opfer rechtsradikaler Gewalt in Hanau.

Sonne und Schatten beleben in diesem Moment die plastisch dargestellte Mahnung. Totenköpfe und menschliche Gebeine scheinen zu zittern, Hände recken sich Hilfe suchend in die Höhe, ergreifen Seile unter einem dunklen Dach der Gesichtslosigkeit. Symbole für Qual und Sterben lassen mich erschauern.

 

Ein paar Schritte entfernt auf der Wiese thront die fast 500 Jahre alte Bronzeglocke von St. Cyriakus auf ihrem Betonsockel. "Wat sall nu wo kommen ?", kann man eingraviert in Plattdeutsch lesen. Wie passend, stelle ich für mich fest. Das Mahnen gleitet in die Gegenwart, in eine Zeit, in der zusätzlich etwas Unbekanntes und Todbringendes auch unsere friedfertige Stadt bedroht. Rundum ist kein einziger Passant auszumachen, kein Tourist, der sich interessieren oder ein Gespräch suchen könnte.

 

Mit bedrückenden Gefühlen schleiche ich wie ein streunender Köter zurück in mein Singlezuhause. Vor dem Bauamtsgebäude begrüßt mich der zufrieden dreinblickende Bergmann als Bronzefigur in Lebensgröße. "Glück auf, alter Kumpel", grüße ich stumm zurück. Die Autos auf dem Parkplatz scheinen zu schlafen. Unter dem Torbogen begegne ich endlich einem forsch ausschreitenden Mann, der mit Abstand und Maske und einem Kopfnicken an mir vorüberzieht. Ich nicke ebenfalls und lächle unter meinem fröhlich bunten Mund- und Nasenschutz. Vielleicht wird man freundlicher in gemeinsamen Nöten.

 

Über der Gladbecker Straße spannt sich das blass beschriftete Spruchband "Willkommen auf der Gastromeile". Sonne durchstreift die behagliche Restaurantgasse. Die sonst so belebte Fußgängerzone ist leergefegt, keine Gäste auf der Außenbestuhlung der Lokale. Auch die stets sauber einladenden Gitterbänke vor den Geschäften sind nicht besetzt. Nicht einmal Hunde gehen Gassi.

 

Vor meinem Wohnblock auf "meiner Bank" sitzen zwei männliche Gestalten eng beieinander. Ihr schallendes Lachen ist nicht zu überhören. Hände und Flaschen gestikulieren in der Luft neben zerzausten Haaren. Die Männer schlagen sich gegenseitig auf hagere Schenkel in abgewetzten Hosen. Ihre Welt scheint zu stimmen, ihre Flaschen sind noch halb gefüllt. Wenigstens einer der beiden Kumpanen trägt einen Mundschutz.

 

Beim Näherkommen sehe ich, dass unter seiner Nase keine Maske, sondern ein Tangaslip baumelt. Schmale Bänder führen locker zu seinen Ohren. Das rotschwarze Spitzendreieck bedeckt nur knapp den Mund des fröhlichen Zechers. Er zieht den Stofffetzen kurz unter das Kinn und nimmt einen gehörigen Schluck aus der Flasche. Weite Zahnlücken glänzen, lachen mich ungeniert an.

 

Ohne Scheu gehe ich vorbei und kann das Grinsen unter meiner Maske nicht bremsen. Augenblicklich verdrängt es alle trüben Gedanken.

 

Jutta Kieber


Corona-Lockdown 2020


Single- und Autorenpech

 

Schreiben, lesen, essen, trinken,

fröhlich sein mit sich allein,

meine Welt gerät ins Hinken,

möchte ohne Covid sein.

 

Auf den Straßen kaum ein Bleiben,

hinter Masken schweigt der Mund.

Doch was soll Autorin schreiben?

Selbstgespräche - ohne Grund?

 

Nur ein Titel ist geblieben,

spukt in meinem Hirne frech,

und er hat sich festgeschrieben:

"Pandemie - gleich Künstlerpech"

 

Jutta Kieber



Die Autorin Jutta Kieber freut sich über den künstlerisch-literarischen Austausch in Wort und Bild mit dem Bottroper Maler und Bildhauer Heinz Ochmann, dessen beeindruckende Werke sie inspirieren zu Wortfindung und Interpretation, zu Auseinandersetzung mit dem Geist der Zeit im gemeinsamen Thema: Der Mensch - in seiner persönlichen und historischen Bedeutung.                                                                                                        Juni 2020




Lesung im Gemeindesaal Ludgerus in Bottrop

Hausfrauenbund Bottrop e.V. am 3. März 2020

Gedichte * Geschichten *

Bottroper Limericks * Kartengrüße *

Jutta Kieber

 






 

 

 

Lesung Jutta Kieber während der Mundartveranstaltung in Hohenwarsleben in der "Schaulstuwe"  3. Mai 2019

Gemeinde Hohe Börde








WAZ                 BOTTROP            Freitag, 30. November 2018

Menschen und Vereine



Ein Kunstwerk wird beseelt

durch stille Konversation

mit den Herzen der Betrachter.

Jutta Kieber


Herzlich dankt die Autorin Jutta Kieber für die freundliche Einladung zum Neujahrsempfang 2018 in der Künstler- Galerie dieserArt in Essen-Rüttenscheid am 21. Januar.

Bei nachhaltigem Austausch und beflügelnden Gesprächen über Kunst, Literatur und Musik mit den anwesenden Künstlern war es eine Freude, bemerkenswerte Exponate der bildenden, handwerklichen und goldschmiedenden Kunst näher betrachten und haptisch kennenlernen zu dürfen.




Herzliche Einladung zu einer besonderen Veranstaltung

Aus dem Veranstaltungskalender der

Nova Vita Residenz Am Folkwang Museum Essen Goethestraße 19

45238 Essen

Mittwoch 13. Dezember 2017 16:00 Uhr Öffentliche Veranstaltung

Zauberhaft weihnachtliche Kulturstunde im Clara-Schumann-Saal

mit Jutta Kieber und dem Duo Saitenwind

 

Die Autorin Jutta Kieber und das Duo Saitenwind aus Bottrop (Anke Mengede, Querflöte und Anke Göntgen, Kontrabass) laden ein zu einer zauberhaft weihnachtlichen Kulturstunde. Nachdenkliche und unterhaltsame Kurzgeschichten und Gedichte wechseln sich mit Musik der klassischen und weihnachtlichen Harmonie. Ein Büchertisch mit u. a. auch weihnachtlichen Grußkarten von Jutta Kieber wird bereit gestellt.



Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst-, Literatur- und Kommunikations-Freuden!

Am Sonntag, dem 12. November 2017 – von 14.00 bis 18.00 Uhr – bin ich an einem Büchertisch mit meinen Büchern, Bottrop-Anthologien und meinen schönsten Gedichte-Weihnachts- und Grußkarten auf dem Basar im

Matthiashaus Ebel, 46242 Bottrop, Hafenstraße 78a, anzutreffen. Gern signiere ich auf Wunsch meine Bücher.

Bei Kaffee, Kuchen, herzhaftem Imbiss oder Glühwein & Co. zu moderaten

Preisen lässt es sich wunderbar stöbern im Angebot des Tages und auf der Suche nach einem besonderen und auch literarischen Weihnachtsgeschenk.

Mit freundlicher Empfehlung und vielleicht bis bald :)

herzlich

Ihre / Eure Jutta Kieber



Herzlichen Glückwunsch, liebe Regina Maria Kreer-Ulbricht, zur Einzelausstellung interessanter und sehenswerter Exponate im Bottroper Bürgerbüro.

Die Autorin freut es sehr, dass ihr malerisch interpretiertes Kinderbild aus besonderer Künstlersicht dabei sein darf.

Großen und lieben Dank der bildenden Künstlerin mit nur guten Wünschen für weitere Erfolge auf allen ihren Wegen.

Herzlich - Jutta Kieber


Herzliche Einladung in ein besonderes Haus, zu einer besonderen Lesung mit besonders leckerem Kuchen - am Sonntag, 17. September 2017, ab 14.00 Uhr, 46242 Bottrop, Matthiashaus, Hafenstraße 76.












Die gut besuchte Martinskirche in Bottrop

am 23. Oktober 2016.





Liebe Literatur- und Kulturfreunde,

herzlich laden wir ein zu einer spannenden Buchvorstellung, wenn 'Bottroper Klümpkes - Eine Stadt wird erzählt' präsentiert wird - ein Buch für die ganze Familie, für nahe und ferne Freunde.

Aus vielen Porträts und Geschichten - traurige und lustige, märchenhafte, realistische - entwickelt sich der 'common sense" einer Ruhrgebietsstadt, die viel zu sagen und zu bieten hat.

Autorenlesung am Samstag, 22. Oktober 2016 - 15.00 Uhr -

in der Kulturkneipe Passmanns, Kirchhellener Straße 57,

46236 Bottrop

Freundliche Grüße

Ihre / Eure Jutta Kieber



Herzliche Einladung zur

Lesung mit Musik

in der Martinskirche

 

 

 

 

 

Am Sonntag, 23. Oktober um 17 Uhr ist das Duo Saitenwind (Anke Mengede, Querflöte und Anke Göntgen, Kontrabass) gemeinsam mit der Bottroper Autorin Jutta Kieber zu Gast in der Martinskirche. Nachdenkliche und unterhaltsame Kurzgeschichten und Gedichte wechseln sich mit Musik verschiedener Stilrichtungen ab - von Klassik bis Pop. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang ist willkommen.

 

Ab 14.30 Uhr ist an diesem Tag das café miteinander im Martinszentrum geöffnet.

 

 

 



Nova Vita Residenz Am Folkwang Museum Essen

Goethestraße 19

45128 Essen

 

Montag 12. September 2016

 

 

16:00 Uhr Literarischer Nachmittag

 

in der Weinstube

 

Autorenlesung mit Jutta Kieber

 

Geschichten aus dem Leben im Ruhrgebiet

 






Als Künstler - geboren bei Melle -

nutzt Wilfried begabt seine Quelle.

Schnellzeichner genannt

- als TAK wohl bekannt -

malt jeden er fröhlich - und helle.

Jutta Kieber



Kulturkirche Heilig Kreuz e.V.

46236 Bottrop,Scharnhölzstraße 35

Finissage - "Rein pflanzlich"

8. Mai 2016 - ab 11.00 Uhr

Autoren-Lesung

Jutta Kieber

Kurzprosa und Gedichte - vorwiegend heiter -

 

und Schnellzeichner TAK

 

Lustige Porträts am laufenden Band wie auf dem Montmartre malt TAK, der bekannte Porträtist.

TAK heißt im richtigen Leben Wilfried Niederjohann und kommt aus Bielefeld.

Er malt jeden fröhlich – und das in wenigen Minuten. Für Verblüffung sorgt bei den Zuschauern die ungewöhnliche Maltechnik des Künstlers. Statt

Zeichenstift oder Kohle benutzt er nämlich ein Wattestäbchen, ein Tröpfchen Spezialtusche, etwas eingetrocknete Schuhcreme, einen Lippenstift, ein Blatt Toilettenpapier und einen 'Hauch Magie' aus der Maggiflasche.






Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kunstinteressierte,
 herzlich laden wir ein zur Vernissage der Ausstellung 
 
"Rein pflanzlich"
  
am Freitag, den 22. April 2016 um 19.00 Uhr,
 
in der Kulturkirche Heilig-Kreuz,
 
Scharnhölzstraße 35, 46236 Bottrop.
 
 Familie und Freunde sind ebenfalls herzlich willkommen.
 
 Regina Maria Kreer-Ulbricht - Malerin/Bildhauerin - und Jutta Kieber - Autorin -
präsentieren gemeinsam Malerei, Bildhauerei und Lyrik. 
 
Ein praktischer Hinweis für Gäste, die nicht aus Bottrop kommen:
Gegenüber der Kirche befindet sich ein großer, kostenfreier Parkplatz auf dem Gelände des Finanzamtes.
 
 Mit besten Grüßen 
 Regina M. Kreer-Ulbricht und Jutta Kieber